text/fotos: Knut Hoffmeister
Café Brel, 28.Okt. 2005
Eigentlich sollte Klaus Hoffmann im Brel singen. Als Anlass diente eine "Trauerfeier" fuer eine, mir voellig unbekannte Radiosendung, die der SFB nach ungefaehr 4637 Sendungen aus dem Programm genommen hatte. Aber das ist doch kein Grund gleich selbst zum Sterben ins Brel zu kommen, das Café Brel hat doch sein ganzes Leben noch vor sich.
Da lahmten Leute rein die aussahen als haette man sie aus dem Seniorenheim gekratzt, aber zu meiner grossen Ueberraschung gestalteten die einen Kuenstlerabend, so laessig elegant, dass ich mich fuer meine dummen Vorurteile schaemen musste. (einige sehr schöne Frauen waren auch dabei, teilweise in Begleitung ihrer Tochter, die Mutter jugendlich darstellend )
Erst wurden ein paar Grabesreden gehalten, was es doch fuer ne tolle Sendung gewesen sei und wieder einmal stirbt ein Stueck Kultur...., doch dann wurde ganz flott der mentale Teppich eingerollt und die Schow ging ab. Das hatte Klasse, und ich musste mir wieder einmal vorführen lassen, dass wir Huepfer das feiern nicht erfunden haben. Da spielte ein Trio im Hintergrund (Bass, Schlagzeug, Piano) so laessig und temperiert als wollte es mit der Titanic gleich nochmal untergehn.