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Der Brauvorgang

Als erstes wird das Malz während des Maischens im Maischebottich mit Wasser vermischt und somit der Keimprozeß wieder reaktiviert. Es wird unter Rühren erhitzt und dann im Loiterbottich stehengelassen, damit sich die unlöslichen Bestandteile absetzen können. Danach wird die Flüssigkeit in der Sudpfanne mit dem Hopfen zur Bierwürze vermischt und dort gekocht. Hierbei verdampft ein Teil der Flüssigkeit und es entwickelt sich der sog. Stammwürzegehalt, der vom Braumeister ständig kontroliert werden muß. Nach dem Kochen wird die Würze von dem unlöslichen Bestandteilen geklärt, abgekühlt und dann mit Hefe versetzt und zum Gären in Ruhe gelassen. Untergäriges Bier braucht hierzu etwa sieben Tage und stopt selbständig. Die Hefe setzt sich ab, bzw. sammelt sich an der Oberfläche und wird entfernt. Dieses Jungbier ist allerdings noch nicht genussfähig. Es muss noch einige Wochen nachgären und reifen, bis es schließlich gefiltert und abgefüllt werden kann.

Die wichtigsten Biersorten in Deutschland

Alt
Dieses Bier wird nach ‹alter" Brautradition mit obergäriger Hefe hergestellt. Es ist dunkel und kann je nach Rezept hopfen-bitter bis malzig-süß schmecken.

Bockbier
Bockbier entstand im 14 Jhd. In Einbeck und wurde durch Einbecker Braumeister nach Bayern getragen. Bockbier gibt es in dunkel und hell und als Doppelbock. Es ist stets untergärig und recht stark.

Export
Exportbiere sind untergärige Biere mit malzigem Geschmack. Es gibt sie in dortmunder und münchener Brauart. Die münchener Brauart kennnt neben dem hellen auch das dunkle Export, welches die ‹Mutter" des Münchener Bieres ist. Exportbiere tragen häufig auch Bezeichnungen wie Urhell oder Urwürzig.

Kölsch
Kölsch ist das typische klare, helle, obergärige Kölner Bier. Es wird aus schmalen 0,2l Gläsern, den Stangen getrunken und darf gemäß eine Konvention nur in einem bestimmten Umkreis um die Stadt Köln gebraut werden.

Lager
Lagerbier ist ein in der Herstellung einfaches und billiges untergäriges Vollbier. Der Name hat sich aber weltweit als Begriff für deutsche Qualität eingebürgert.

Pilsener
Pilsener Bier ist ein nach pilsener Brauart erstmals 1842 im böhmischen Pilsen gebrautes Bier. Es ist das heute meistgebraute Bier und besteht aus weichem Wasser, hellem Malz, sehr aromatischem Hopfen und untergäriger Hefe. Es ist meist hell und goldfarben, selten auch dunkel. Dann ist es ein mit dunklem Malz nach pilsener Brauart gebrautes Bier.

Weizen
Weizenbier oder Weißbier, entsteht unter der Verwendung von Weizenmalz. Es gibt eine gefilterte helle, das Kristallweizen, sowie eine ungefilterte helle und dunkle Sorte, das Hefeweizen bei dem die Hefepartikel mit abgefüllt werden und das Bier in den Flaschen noch etwas nachgären kann.

einige wichtige Begriffserklaerungen

© Tobias Seitz/WS 98/99



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